Parzival-Schule-Aachen

Spenden-Projekte

3.000-Euro-Spende stärkt handwerkliche Arbeit an der Parzival-Schule

 Über eine großzügige Spende in Höhe von 3.000 Euro darf sich die Parzival-Schule freuen. Das Klenkes Komitee Aachen unterstützte die Schule bei der Anschaffung einer neuen Kombi-Maschine aus Kreissäge und Fräse – ein wichtiger Baustein für den handwerklichen Unterricht und die heilpädagogische Arbeit.

Der handwerklich-künstlerische Unterricht nimmt an der Parzival-Schule einen zentralen Stellenwert ein. „Genauso wie an den Waldorf Regelschulen wird der handwerklich-künstlerische Unterricht zur Willensschulung eingesetzt. Natürlich ist der Unterstützungsbedarf im heilpädagogischen Bereich deutlich größer. Hier ist es besonders herausfordernd zu schauen, was der jeweilige Schüler will und ihn dann so zu unterstützen, dass er einen Erfolg erleben kann“, erklärt Klaus Thomes von der Schule.

Mit der neuen Maschine verfügt die Parzival-Schule nun über eine gut ausgestattete kleine Tischlerei. „Wir haben jetzt durch den Neukauf einer Kombi-Maschine Kreissäge /Fräse und die schon vorhandenen Maschinen eine Minitischlerei. Wir können so viele Dinge bzw. Arbeiten, die im Schulalltag anfallen selbst erledigen, auch für den Requisitenbau für die Klassenspiele erwarte ich ein deutliche Erleichterung“, so Thomes. Auch für den traditionellen Martinsbasar eröffnen sich neue Möglichkeiten: „Für die Herstellung kleiner Verkaufsartikel zum Martinsbasar erwarte ich ebenfalls nicht nur Erleichterung sondern auch die Umsetzung neuer Ideen.“

Besonders wertvoll ist dabei der direkte praktische Zugang für die Schülerinnen und Schüler. „Zur Zeit gibt es ein sehr interessiertes Schülerklientel, das vielseitige handwerkliche Tätigkeiten, vor allem im Zusammenhang mit Reparaturen im Schulgebäude, außerordentlich spannend und interessant findet und die Schülerinnen helfen sehr gerne mit“, berichtet Thomes. Dabei gehe es nicht nur um Technik, sondern auch um Haltung: „Sie erleben, wie Dinge wertgeschätzt werden dadurch, dass man sie repariert. Der Blick auf das Schulinventar ändert sich, mittlerweile sind einige Schülerinnen immer damit beschäftigt, zu schauen, was man reparieren oder anfertigen könnte. Das Thema lebt in den Köpfen.“

Dass eine solche Anschaffung nur mit externer Hilfe möglich war, macht Vorstandsmitglied Gabi Lukomski deutlich. Auf die Frage nach der finanziellen Abhängigkeit von Spenden antwortet sie klar: „Im vollem Umfang! Als private Ersatzschule werden wir von der Bezirksregierung nicht in vollem Umfang refinanziert – schon gar nicht werden solche ‘Extras’ finanziert, da der Werkunterricht an einer Regelschule einen weniger hohen Stellenwert hat, als an einer Waldorfschule.“ Hinzu komme die soziale Situation vieler Familien: „Sehr viele unserer Familien kämpfen nicht nur mit den alltäglichen und speziellen Schwierigkeiten, die die Behinderung eines Kindes mit sich bringen, sondern auch mit großen wirtschaftlichen Problemen, die oft damit einhergehen. Ohne so engagierte Menschen wie Sie und Euch wären solche Dinge völlig undenkbar!“

Entsprechend groß ist die Bedeutung der Spende für den Schulalltag. „Sie und Ihr eröffnet unseren Schüler*innen neue Möglichkeiten, sich selbst zu erleben – und vor allem, sich selbst als tätig und selbstbestimmt zu erleben“, betont Lukomski. Gemeinsames Planen, Bauen und Gestalten stärke nachhaltig das Selbstbewusstsein: „Gemeinsam etwas schaffen, zum Beispiel die Kulissen für das Klassenspiel planen und bauen, gemeinsam Pläne schmieden, aktiv und mit sichtbaren Ergebnissen am Schulleben teilhaben – all das stärkt das Selbstbewusstsein unseree Schülerinnen und Schüler und bereitet sie auf ein selbstbestimmtes Leben mit maximaler Teilhabe vor.“

Das Klenkes Komitee Aachen leistet mit seiner Spende damit nicht nur einen Beitrag zur technischen Ausstattung der Schule, sondern investiert direkt in Teilhabe, Selbstwirksamkeit und pädagogische Qualität.